Das A-Netz

(und seine Vorläufer)



Wann beginnt Mobiltelefonie?

Bei diesen Webauftritt beschränke ich mich auf Funkanlagen in Deutschland welche eine vollwertige Verbindung (Gegensprechen) in das normale Telefonnetz boten und deren Nutzung der Allgemeinheit zugänglich war.

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Danach fängt die Mobiltelefonie für die Allgemeinheit in Deutschland mit den Eisenbahnwagen von 1926 an. In diesen Waggons wurden Gespräche per Langwelle an drahtgebundene Anschlüsse vermittelt. Der Dienst wurde nach ersten Versuchen aus dem Jahre 1918 auf der Strecke Berlin-Hamburg angeboten.






Nach dem Krieg experimentierte die Post noch im Bereich 7m (30Mhz), da es an Erfahrung im Umgang mit UKW-Funk fehlte. Man stattete auf dem Rhein zwei Vergnügungsdampfer mit öffentlichen Fernsprechzellen zur Sommersaison 1948/49 aus („Versuchsanlage 1“). Aus diesen Versuchen entwickelte sich der Rheinfunk-(1).

Am 27.10.1949 wurde auf einer Veranstaltung des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf eine Telefunken UKW Anlage im Bereich 4m (75 Mhz) mit Überleitung in das öffentliche Telefonnetz vorgeführt. Die Anlage blieb bis Januar 1950 in Betrieb und wurde danach von der Deutschen Bundespost als Vorführanlage („Versuchsanlage 2“) übernommen, Mit Siemens Funktechnik wurde der Bereich auf die Stadt Essen erweitert (10). Am 15. August 1950 startete der „öffentliche bewegliche Landfunk“ mit den ersten Privatkunden (8), Die Senatspost Berlin hatte den Stadtfunk auf 2m (150Mhz) zwar schon im April eingeführt (7), Privatpersonen wurde der Zugang aber erst ab März 1952 ermöglicht (8). Ende 1951 folgte der 2m Hafenfunk in Hamburg (8)-(2). Bremen und Kiel folgten im Februar 1952 (6). Kleine UKW-Mobilfunknetze überzogen Deutschland. Es gab den Wasserstraßenfunk, den Zugfunk, den Hafenfunk, den Stadtfunk und den Landstraßenfunk.


Jahrelang herrschte Uneinigkeit über die beste Technik bzw. das beste Selektivrufverfahren. Als Folge gab es 4 verschiedene Netzarten. 1958 beschloss die Post die Vereinheitlichung aller Netze und rief das A-Netz (Autotelefon-Netz) aus. Die Firma Te-Ka-De bekam den Auftrag das Netz unter Verwendung des Telefunken Selektivrufs 4 aus 20 (30) aufzubauen. Es dauerte aber noch bis 1961 bevor das A-Netz komplett umgestellt war.

Im Jahre 1965 kamen noch das A2-Netz, sowie 1967 das A3-Netz (nur im Raum Hamburg) hinzu. Diese sollten die in Großstädten teilweise hoffnungslos überlasteten Kanäle des nun umgetauften A1-Netz entlasten.



Gleich bei allen Netzen war die manuelle Vermittlung.

Aufgrund dieser Handvermittlung kam es immer wieder zu Wartezeiten beim Gesprächsaufbau. Die berühmten 600 Vermittlungsbeamten waren nicht nur exklusiv für den öbL tätig, das Gegenteil war der Fall. Die öbL Vermittlung war nur ein Abfallprodukt der normalen Handvermittlung. In dem Maße wie die Handvermittlung im normalen Telefon-Netz durch Wählerämter ersetzt wurden, in dem Maße stieg die Wartezeit. Dabei stieg die Teilnehmerzahl im A-Netz ständig (nicht zuletzt von Telefunken und TekaDe durch Werbeanzeigen für Endgeräte forciert). Schließlich brachte TekaDe Überleitstellen auf den Markt, die den Anruf in Richtung Auto automatisierten. Die Anrufe aus dem Auto wurden zuletzt über wenige Hand-Fernvermittlungen (PDF - 563kB) abgewickelt.

1971 kam der erste Todesstoß seitens der Post, indem die Grundgebühr von 45.-/65.- auf 270.- DM erhöht wurde.

25% der 10.784 A-Netz Teilnehmer-(5) trennten sich daraufhin sofort von diesem „Luxusgut“.

Der zweite Todesstoß war die „Neuantragsperre“ die ab 1.1.1973 ausgerufen wurde. Anträge wurden daraufhin nur mit Sondergenehmigung bearbeitet.

Bei der Abschaltung 1977 waren es dann noch 787 Aufrechte-(5), die der Handvermittlung die Treue hielten.

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